Kritiker haben die moderne österreichische Mode als ein wahres „Wunder“ bezeichnet und die Rückkehr Wiens als modischste Hauptstadt Europas verkündet. Was bedeutet eigentlich „Wiener Chic“? Wessen Designs haben prominente Persönlichkeiten überzeugt? Welche Kleidung die Wienerinnen und Wiener bevorzugen und welche Trends die Mode bestimmen, erfahren Sie hier auf viennaka.eu.
Der Blick der Designer auf die Mode

Die Wiener Mode des 21. Jahrhunderts hat ihre eigenen Besonderheiten und einen einzigartigen, unvergleichlichen Stil. Mehr noch, sie wird von einer Vielzahl talentierter Designer geprägt, deren Arbeiten weltweit Anklang gefunden haben.
Ein Paradebeispiel dafür ist Peter Pilotto, ein aus Tirol stammender Designer. Die Kollektionen seiner Marke „Peter Pilotto“ sorgten für wahres Aufsehen. Weltweiten Ruhm erlangte er durch seine Fähigkeit, Elemente zu kombinieren und mit auffälligen Prints zu arbeiten. Darüber hinaus scheut sich Peter nicht vor Experimenten. Die Cocktail- und Abendkleider des Designers werden von Michelle Obama, Kristen Stewart, Blake Lively und anderen Berühmtheiten bevorzugt. Die Produkte der Marke sind in großen Geschäften in 32 Ländern vertreten.
Lena Hoschek entwirft Kleidung in verschiedenen einzigartigen Stilen. Ihre Stücke werden von Vertretern der Bohème bevorzugt. Katy Perry ist eine Stammkundin der Designerin. In den von Hoschek präsentierten Modellen vereinen sich Vintage-Luxus und moderne Funktionalität, ergänzt durch folkloristische Elemente. Lena kreiert wiedererkennbare feminine Looks, die stilvoll, elegant, verführerisch und vor allem bequem sind.
Ulrike Koglmüller ist die Inhaberin der Marke „ulliKo“. Die Kleidung dieser Designerin zeichnet sich durch eine rot-schwarz-weiße Farbpalette und abstrakte Formen aus, die sie originell machen.
Ute Ploier kreiert bequeme, funktionale und sehr farbenfrohe Herrenkollektionen, die weltweit hochgeschätzt werden. 2016 brachte die Designerin eine Damenlinie heraus, in der eine gelungene Kombination aus Geometrie, natürlichen Farbtönen und Naturstoffen, die für den österreichischen Stil charakteristisch sind, stattfindet. Japan und Hongkong nehmen den Kleidungsstil des modernen Österreichs positiv auf.
Claudia Brandmair – Inhaberin der gleichnamigen Marke – legt bei jedem ihrer Modelle den Schwerpunkt auf Schlichtheit und Praktikabilität. Ihre Idee hoher Funktionalität wird durch natürliche Stoffe in gedeckten Farben sowie den vollständigen Verzicht auf Accessoires unterstrichen.
Anita Aigner und Gudrun Windischbauer sind die Gründerinnen der Marke „Schella Kann“. Seit über 40 Jahren bleiben die Designerinnen dem Wiener Stil treu. Ihre Kollektionen zeichnen sich aus durch: kühne Schnitte, Töne einer ruhigen Farbpalette, natürliche Stoffe, dezente Drucke und eine Hommage an das nationale Kolorit.
Susanne Bisovsky verwendet in ihren Kollektionen nationale Ornamente und traditionelle Farbkombinationen. Mehr noch, sie ergänzt diese gekonnt mit geometrischen Formen und ungewöhnlichen Accessoires. Diese Wiener Designerin ist ein neues Symbol der Mode, das Traditionen und mutige moderne Entdeckungen gekonnt verbindet.
Logischerweise, wenn Wien die Hauptstadt der österreichischen Mode ist, dann gibt es in ihr auch Orte, an denen Mode entwickelt und popularisiert wird. Das sind das Museumsquartier und Neubau, wo sich eine große Anzahl von Boutiquen österreichischer Designer befindet.
Prêt-à-porter – die Straßenmode Wiens

Die Straßenmode der österreichischen Hauptstadt entwickelt sich in zwei Hauptrichtungen, von denen jede ihr eigenes Potenzial hat.
Die universelle Mode präsentiert Stücke, die sich leicht kombinieren lassen und zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind. Diese praktische Kleidung wird am häufigsten von Jugendlichen bevorzugt. In der Stadt erfreuen sich mehrere Marken, die in diese Richtung arbeiten, großer Beliebtheit: „Zara“, „Bershka“, „H&M“.
Der nationale Touch wird durch Kleidung im traditionellen Stil repräsentiert. Die Besonderheit dieses Stils liegt darin, dass für die Herstellung der Kleidungsstücke ausschließlich natürliche Stoffe (Wolle, Leinen) verwendet werden. Besonders hervorzuheben sind die satten, natürlichen Farben und die leuchtenden Drucke. Traditionelle Muster sind Blumenkompositionen.
In den Kollektionen der Wiener Boutiquen „Sisi Vienna“ und „Dirndlherz“ werden Variationen von Nationaltrachten präsentiert. In den Vintage-Modellen lebt der Geist des aristokratischen Wiens wieder auf. Kleidung im Ethno-Stil unterstreicht sehr gut die enge Verbindung des Menschen mit nationalen Traditionen.
Wie sieht man in Wien stilvoll aus?

Um gut auszusehen, muss man nicht viel Aufwand betreiben. Die Jugend kann einen universellen, praktischen Stil wählen, in dem natürliche Stoffe und bequeme Schuhe vorherrschen. Für Individualität sorgen stilvolle Accessoires.
Modebewusste Frauen finden mühelos den perfekten Look in den Kollektionen aufstrebender Designer oder indem sie feminine Modelle im Stil des „Wiener Chic“ wählen. In Wien gilt es als sehr guter Ton, nationalen Traditionen zu folgen, und Retro kommt praktisch nie aus der Mode. Vintage-Accessoires und Kostümelemente im nationalen Stil heben Sie von der Masse ab.