CoffeePirates ★9.3

Café · Wien · ⭐ 9.3/10 · 2079 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-10 15:30:45

Adresse: Spitalgasse 17, 1090 Wien, Österreich

Als in Wien noch fast überall der dunkle, bittere Standardespresso in die Tasse lief, hatte CoffeePirates im 9. Bezirk bereits eine eigene Röstmaschine stehen. Der Betrieb gehört zu den ersten Spezialitätenröstereien der Stadt und liegt genau dort, wo diese Idee die dankbarste Kundschaft der Welt findet: gegenüber dem Universitätscampus, ein paar Schritte vom großen Krankenhaus entfernt, zwischen Studierenden, Pflegepersonal und Menschen, die aus einem Seminar ins nächste laufen.

Highlights

  • Eine der ersten Spezialitätenröstereien Wiens — der Betrieb existiert seit 2012 und war damit einer der Pioniere der dritten Welle in einer Stadt, die auf ihre eigene Kaffeetradition ziemlich stolz ist.
  • Eigene Röstung — geröstet wird in der eigenen Wiener Rösterei; das Café ist Ausschank, Verkaufsraum und Aushängeschild desselben Betriebs in einem.
  • Bio-zertifiziert — der Betrieb ist offiziell biozertifiziert und führt eine eigene Bio-Kontrollnummer, was im Wiener Spezialitätensegment nach wie vor die Ausnahme ist.
  • Ungewöhnliche Herkunftsländer — neben den erwartbaren Ursprüngen aus Lateinamerika und Ostafrika finden sich im Sortiment auch Kaffees aus dem Kongo und aus Vietnam, die man in Wien sonst kaum auf einer Karte sieht.
  • Ausdrücklich zum Bleiben — WLAN ist vorhanden, und niemand drängt zum Aufbruch; das Lokal lebt seit über einem Jahrzehnt davon, dass Leute lange sitzen.
  • Bohnen und Ausrüstung zum Mitnehmen — ganze Bohnen, Zubehör und Zubereitungsgerät gibt es vor Ort und über einen eigenen Onlineshop, dazu ein Großhandelsgeschäft für andere Betriebe.

Was in der Tasse ist

Hier wird nicht eingekauft, sondern selbst geröstet — das ist der zentrale Unterschied zu den meisten anderen Kaffeeadressen der Stadt. Wer eigenes Rohkaffeegeschäft betreibt, entscheidet selbst über Einkauf, Röstprofil und Frische, und genau darauf beruft sich das Haus: Die Säcke werden für den eigenen Ausschank und für den Versand geröstet, nicht auf Vorrat von einem Zwischenhändler übernommen.

Auffällig ist die Herkunftsliste. Neben den klassischen Spezialitätenländern Mittel- und Südamerikas sowie Ostafrikas stehen hier auch Ursprünge, die in der Wiener Szene kaum vorkommen — Kaffee aus dem Kongo und aus Vietnam gehören dazu. Das ist keine Kuriosität um der Kuriosität willen: Beide Herkünfte haben in den letzten Jahren an Qualität massiv aufgeholt, und ein Röster, der sie führt, sagt damit etwas über seine Einkaufsarbeit aus. Für Gäste bedeutet es, dass ein zweiter Besuch anders schmecken kann als der erste.

Der Betrieb ist offiziell biozertifiziert und weist eine eigene Kontrollnummer aus — eine Angabe, die man nachprüfen kann und die nicht mit unverbindlichen Begriffen wie „nachhaltig“ oder „handverlesen“ arbeitet. Neben Espresso und Milchgetränken spielt Filterkaffee eine echte Rolle und ist nicht bloß Alibi. Wer sich für den Unterschied zwischen den Röstungen interessiert, ist an der Theke richtig; ein Betrieb, der sein eigenes Zeug röstet, redet in der Regel gern darüber.

Eine der ersten Adressen der dritten Welle

Wien ist eine schwierige Stadt für Kaffeeneuerungen. Wo eine dreihundert Jahre alte Kaffeehauskultur mit Marmortischen, Zeitungen und Melange als Selbstverständlichkeit existiert, wirkt eine Bar, die über Farmen und Röstkurven spricht, zunächst wie ein Fremdkörper. Genau in diese Lage ging der Betrieb 2012 hinein, und er war damit früher dran als fast alle, die heute die Spezialitätenszene der Stadt ausmachen.

Der Unterschied zum klassischen Kaffeehaus ist grundsätzlich. Dort ist der Kaffee ein Anlass, zu bleiben; das eigentliche Produkt ist der Sitzplatz. Hier ist der Kaffee das Produkt und der Sitzplatz die Zugabe — auch wenn das Haus mit dem Bleiben ungewöhnlich großzügig umgeht. Wer beide Wiener Traditionen an einem Tag ausprobiert, merkt schnell, dass sie einander nicht ersetzen, sondern zwei verschiedene Fragen beantworten.

Wer dahintersteht

Die Menschen hinter dem Namen kommuniziert der Betrieb öffentlich nicht — es gibt keine erzählte Gründungsgeschichte, keine Porträts, keine Namensauflösung für die Piraten im Titel. Belegt ist das Gründungsjahr 2012 und die Rolle als einer der ersten Betriebe der Stadt, der Café und Rösterei zusammengedacht hat.

Was das Haus stattdessen über sich preisgibt, steht in seiner Struktur: eigene Rösterei, eigener Versandhandel, Belieferung anderer Gastronomiebetriebe. Das ist die Handschrift eines Rösters mit angeschlossenem Ausschank und nicht die eines Cafés, das nebenbei Bohnen verkauft. Wer mehr über Einkauf und Röstphilosophie wissen möchte, erfährt es am ehesten im Gespräch an der Theke — publizistisch hält sich der Betrieb bedeckt.

Für welches Szenario

Das ist die stärkste Seite dieser Adresse: Sie ist ein Arbeitsplatz. WLAN gibt es, langes Sitzen ist ausdrücklich erwünscht, und die Lage direkt gegenüber dem Universitätscampus sorgt dafür, dass Laptops und Skripten hier zum normalen Bild gehören und nicht schief angeschaut werden. Wer einen Vormittag mit Notizen, Kopfhörern und mehreren Nachbestellungen plant, ist hier richtiger als in fast jedem Innenstadtlokal.

Der Preis dafür ist die Konkurrenz um Plätze. Zu den dichten Zeiten des Semesters kann es schwierig werden, überhaupt einen Tisch zu bekommen, und wer eine Steckdose braucht, sollte früh kommen oder mit vollem Akku anrücken — verlässliche Angaben zur Zahl der Anschlüsse veröffentlicht das Haus nicht. Für eine kurze Session mit Rechner reicht es fast immer, für eine ganztägige Bürovertretung ist es riskant.

Für andere Anlässe funktioniert es ebenfalls gut. Ein Gespräch zu zweit ist möglich, solange man kein akustisch abgeschirmtes Eck erwartet. Der Kaffee zum Mitnehmen auf dem Weg in eine Vorlesung oder ins Krankenhaus gegenüber ist wahrscheinlich der häufigste Vorgang des Tages. Und allein hierherzukommen ist völlig unauffällig — in einem Studentenlokal sitzt immer jemand allein mit einem Buch.

Raum und Atmosphäre

Der Raum ist hell, unprätentiös und deutlich vom Publikum geprägt: Die Einrichtung tritt zurück, die Menschen füllen sie. Es dominiert das entspannte, leicht chaotische Gefühl eines Campuslokals — Gespräche, aufgeklappte Rechner, Leute, die zwischen zwei Terminen einen Becher stehen lassen. Ruhig im Sinne eines Lesesaals ist es nicht, aber es ist auch keine Bar, in der man sich anschreien muss.

Die Sitzplatzfrage ist der wunde Punkt. Der Betrieb ist beliebt, das Einzugsgebiet groß, und zu Stoßzeiten ist ein freier Tisch ein Glücksfall. Wer flexibel ist, findet meist etwas; wer mit einer Gruppe kommt, sollte damit rechnen, sich aufzuteilen. Zur Frage von Terrasse, Barrierefreiheit und Haustieren macht das Haus keine öffentlichen Angaben — hier lohnt sich ein kurzer Anruf, wenn es wichtig ist.

Was es zum Kaffee gibt

Zum Kaffee gibt es frisch zubereitete Backwaren; ein Küchenbetrieb mit Tellergerichten und Mittagskarte ist das Haus nicht. Diese Aufteilung passt zum Selbstverständnis: Der Betrieb ist zuerst Rösterei, dann Ausschank, und Essen ist Begleitung statt Hauptdarsteller.

Praktisch heißt das: Für eine Kaffeepause mit Kleinigkeit ist man gut versorgt, für ein volles Frühstück oder Mittagessen plant man besser die Umgebung ein — im 9. Bezirk rund um Campus und Krankenhaus fehlt es daran nicht. Wer ganz sichergehen will, was am jeweiligen Tag in der Vitrine liegt, fragt beim Bestellen; das Angebot wechselt.

Wann man kommen sollte

Der Rhythmus dieses Lokals folgt dem Universitätskalender, nicht dem Tourismuskalender. In der Vorlesungszeit ist der späte Vormittag bis in den Nachmittag hinein die dichteste Phase, weil dann ganze Seminargruppen gleichzeitig Pause haben. In den Ferienwochen und zwischen den Semestern wird es spürbar ruhiger — für konzentriertes Arbeiten ist das die beste Zeit des Jahres.

Früh am Tag ist das Publikum ein anderes: Pflegepersonal und Beschäftigte aus dem Krankenhausviertel holen Kaffee auf dem Weg zur Schicht. Wer einen Tisch mit Ruhe will, kommt zu dieser Zeit. Am Wochenende dreht sich das Bild noch einmal, weil die Universität dann still ist und mehr Nachbarschaft als Campus im Raum sitzt. Konkrete Zeitfenster ändern sich; die Angaben auf der Betriebsseite sind dafür die verlässlichere Quelle als jeder Text.

Wie man hinkommt

Die Adresse liegt im 9. Bezirk, im Viertel zwischen dem Campus der Universität Wien im ehemaligen Allgemeinen Krankenhaus und dem heutigen Klinikgelände. Wer den Campus mit seinen Höfen kennt, ist praktisch schon da; vom Gürtel her erreicht man die Gegend mit der U-Bahn-Linie U6, dazu kommen mehrere Straßenbahn- und Buslinien, die durch das Viertel führen.

Zu Fuß ist es vom Zentrum aus ein realistischer Spaziergang von etwa einer Viertelstunde bergauf, vorbei an einem der dichtesten Universitäts- und Klinikareale Europas. Mit dem Auto ist die Gegend mühsam: Kurzparkzone, viel Klinikverkehr, wenig Platz. Das Fahrrad ist hier die bessere Wahl, und die Wege zwischen Campus, Klinik und Kaffee sind ohnehin kurz.

Gut zu wissen

Drei Dinge, die den Besuch planbar machen. Erstens: Dies ist ein Röstereibetrieb — wer Bohnen für zu Hause sucht, bekommt sie hier frisch und kann sich beraten lassen, statt im Supermarktregal zu raten. Zweitens: Das Lokal ist ein Arbeitsort, und das heißt auch, dass es voll sein kann; Zeitpuffer für die Platzsuche einplanen. Drittens: Zu Ausstattungsfragen wie Steckdosen, Terrasse oder Barrierefreiheit gibt es keine öffentlichen Angaben, das lässt sich nur vor Ort oder telefonisch klären.

Die ehrlichen Schwächen: Das Haus erzählt öffentlich wenig über sich, was für ein Pionierprojekt der Wiener Spezialitätenszene schade ist. Der Service gilt manchen Gästen als etwas ruppig — das gehört bei Campuslokalen fast zum Genre, ist aber Geschmackssache. Und wer die klassische Wiener Erfahrung mit Silbertablett und Wasserglas sucht, ist hier bewusst falsch: Das ist ein Kaffeebetrieb im internationalen Sinn und will es auch sein.

Fragen und Antworten

Röstet das Haus seinen Kaffee selbst?

Ja. Der Betrieb führt eine eigene Wiener Rösterei; das Café ist der zugehörige Ausschank und zugleich Verkaufsraum.

Seit wann gibt es CoffeePirates?

Seit 2012 — damit gehört der Betrieb zu den ersten Spezialitätenröstereien mit angeschlossenem Café in Wien.

Kann man hier mit dem Laptop arbeiten?

Ja, das ist eine der Kernstärken. WLAN ist vorhanden, langes Sitzen ist ausdrücklich in Ordnung, und Rechner auf den Tischen sind hier der Normalfall.

Findet man immer einen Platz?

Nicht unbedingt. Das Lokal ist beliebt und liegt direkt am Universitätscampus; in der Vorlesungszeit kann die Platzsuche dauern.

Ist der Betrieb biozertifiziert?

Ja, offiziell, mit eigener Bio-Kontrollnummer — eine überprüfbare Angabe statt eines unverbindlichen Werbeworts.

Welche Herkünfte stehen im Sortiment?

Neben lateinamerikanischen und ostafrikanischen Ursprüngen auch Kaffees aus dem Kongo und aus Vietnam, die in Wien selten zu finden sind.

Gibt es etwas zu essen?

Frisch zubereitete Backwaren zum Kaffee, aber keine Küche mit Tellergerichten. Für eine volle Mahlzeit plant man die Umgebung ein.

Kann man Bohnen und Zubehör kaufen?

Ja, vor Ort und über einen eigenen Onlineshop; zusätzlich beliefert der Betrieb andere Gastronomen im Großhandel.

Wer hat das Lokal gegründet?

Das kommuniziert der Betrieb öffentlich nicht. Gesichert ist nur das Gründungsjahr und die Pionierrolle in der Wiener Spezialitätenszene.

Öffnungszeiten

Tag Zeiten
Montag 08:00–18:00
Dienstag 08:00–18:00
Mittwoch 08:00–18:00
Donnerstag 08:00–18:00
Freitag 08:00–18:00
Samstag 09:00–17:00
Sonntag 09:00–17:00

Gästebewertungen

  1. Nadiia Pecherska

    Смачна кава, затишне місце, єдине, що всього 4 маленьких столиків, але швидко звільняються.

  2. Just Mimimi

    Найкраща кав'ярня у Відні з відмінною кавою, також є вибір десертів, теж смачні. Рекомендую всім поціновувачам кави ♥️

  3. Swietłana Kowalenko

    Непогана кава, персонал привітний і дуже добре говорить англійською. Для туристів дорого (3-5€+ кава), але для жителів Відня ціна нормальна

  4. Vitaliy Morenko

    Смачна кава можна взяти в свою тару

Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-10 15:30:45

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: viennaka.eu sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.

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